9.08.2013

Gemeindebesuche: Dresden trifft Leipzig

Als eine Folge-Aktion der Jubiläumsfeiern in Dresden wurde in einem Generationen-übergreifenden Abend überlegt wo die Gemeinde ihre Schwerpunkte setzen möchte. Eine der vielen Punkte war, den Horizont der Gemeinde gesamtkirchlich zu weiten, und zwar mit Gemeindebesuchen.

Am Sonntag, den 28. April 2013 (am Vorabend war Gottesdienst für die „Hinterbliebenen“) füllten etwa 60 Gemeindeglieder aus Dresden einen Bus und fuhren nach Leipzig.

Der Gottesdienst wurde nicht in der eigenen Kirche an der Kleiststraße, sondern in der Lukaskirche gefeiert. Diese Kirche liegt als „Kirche im Dorf“ von Leipzig-Volkmarsdorf, gegenüber dem Missionsprojekt „Brücke“. Der Architekt Julius Zeissig baute Ende des 19. Jahrhunderts diese Kirche, wie auch die Dresdner St.-Petri-Kirche der SELK. Die Gemeinde Leipzig überlegt zur Zeit ob sie eventuell, wie die Dresdner Gemeinde vor 11 Jahren, einen Umzug in die große Lukaskirche wagen will. Auf diese Weise könnte sie einladende missionarische Kirche gleich bei ihrem Missionsprojekt „Brücke“ sein.

Am Sonntag Kantate konnte ein Bläser aus Leipzig sich in den gut vertretenen Posaunenchor aus Dresden einreihen, die Sänger konnten den Leipziger Chor gut ergänzen. An der Chororgel saß der jüngst aus den USA mit seiner Familie eingereiste Missionar Ahlman, der zugleich studierter Kirchenmusiker ist. Im Kindergottesdienst in der „Brücke“ nahmen 5 Kinder aus dem Umfeld teil.

Nach einem guten Mittagessen erläuterte Georg Mogwitz die renovierungsbedürftige große Rühlmann-Orgel, die nicht spielfähig ist. Mit schon vorhandenen Spendengeldern aus den USA soll sie spielfähig gemacht werden, dazu werden Angebote eingeholt. Pastor Markus Fischer, Missionar Hugo Gevers und Frau Manja Kalberlah erzählten in einer Informationsstunde über die vielfältige missionarische und diakonische Arbeit der „Brücke“, an der auch Gemeindeglieder sich einbringen. Iranische Christen helfen Deutschen das Evangelium zu bringen – und das mit großer Freude!

Nach Kaffee und Kuchen führte Pastor Fischer die Dresdner in die Innenstadt, für viele Dresdner eine erste Begegnung nach vielen Jahren, zum Teil erstmalig nach der friedlichen Revolution. Als Abschluss wurde die jetzige Kirche mit Pfarrhaus und Gemeinderäumen besucht.

Nach einem Tag in den Vorhöfen des Herrn, Begegnung mit alten und neuen Glaubensgeschwistern fuhren die Dresdner fröhlich nach Hause, mit erweitertem gesamtkirchlichen Horizont, erfüllt von dem was sie gesehen und gehört hatten.

Ulrich Schroeder